Penne mit Radicchio, Taggiasca Oliven, Basilikum und Ricotta

Radicchio-Zeit: bittersüße, vollmundige Pasta, die hält was sie verspricht.


Penne kochen.
In der Zwischenzeit Radicchio mit ein paar gehackten Knoblauchzehen und Olivenöl in einer Pfanne glasieren, danach mit mit etwas Zucker und ein paar Löfferl süßem Balsamico karamelisieren. Einige Oliven einstreuen und kurz mitbraten. Hitze reduzieren und ein bisserl Ricotta einrühren. Reichlisch frisches Basilikum einstreuen. Penne abseihen und mit etwas Nudelwasser unter die Masse heben.
Pfeffer, Salz und  - wer's mag - ein wengerl frischen Parmesan darüber... mhhhh...!

Apfelstrudel - selbstgezogen (The Story)

Da kann selbst der beste Teig aus dem Kühlregal einpacken!



Okay, ich hab mich lange nicht dafür interessiert. Ich war der Meinung das ist viel zu kompliziert und braucht viel zu viel Zeit und wird am Ende sowieso nix. Falsch gedacht und schade, dass ich erst nach unzähligen Strudeln in meinem Leben zu dieser Erkenntnis komme, aber: es ist nie zu spät - Dank meiner Mama!




Ich rate also wirklich zum "selber strudeln". Das ist toll. Und wie's geht erklär ich gleich - ganz wichtig ist jedenfalls Folgendes:

Normalerweise bin ich ja mehr für's " ein bisserl davon" und "ein Löfferl hiervon", in diesem Fall sollte man sich aber schon eher genau an die Mengenangaben halten - das macht sich am Ende bezahlt.

Was und wie also?
200g Mehl auf eine saubere, glatte Arbeitsfläche kreisförmig ausstreuen. Eine kleine Prise Salz darüber streuen. In der Mitte eine Mulde machen und mit 2 Esslöffel geschmacksneutralem Öl (zB.: Sonnenblumenöl) füllen. Ein Achterl lauwarmes Wasser bereit stellen und langsam unter den Teig mischen während man die Öl-Mehl-Mischung langsam von außen nach innen - am besten mit einem Löffel - vermengt.


Etwas ausgestreutes Mehl am Rand bereit stellen - und dann geht's ans Kneten: mit den Handballen - niemals mit den Fingern. Und das für etwa 10 Minuten, bis der Teig eine schöne, homogene Form angenommen hat. Falls er kleben sollte, immer wieder ganz wenig vom Mehl dazu kneten. Dann ein Kügelchen formen und rundherum mit Öl bestreichen. In Klarsichtfolie wickeln und für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank rasten lassen.

In der Zwischenzeit kann man die Apfelfülle vorbereiten:
Etwa 1 1/2 kg Strudeläpfel (am besten aus "someone's garden") schälen und in feine Scheiben hobeln. Wenn sie zu süß sind einen Spritzer Zitronensaft darüber pressen. Etwas Zimt und Zucker und ebenso Vanillezucker (wie man den selbst macht, ist bei "Katharinas Delight" nachzulesen) zu den Apfelscheiben geben und natürlich Rosinen - die kann man aber auch erst direkt am Strudelteig darüber streuen (zur besseren Übersicht für Rosinen-Verweigerer). Das Ganze ein bisserl durchziehen lassen. Dann Butterbrösel (etwa 200gr Semmelbrösel in Butter anrösten und mit etwas Staubzucker vermischen) vorbereiten.

Nun geht's an die Kunst des Teigziehen's:

Ein großes, natürlich sauberes, Strudeltuch auf der Arbeitsfläche ausbreiten und mit etwas Mehl bestreuen. Den Teig vorsichtig in der Luft(!) wie eine Scheibe ausziehen - ähnlich wie's die Pizzabäcker machen.

Wichtig ist den Teigrand über die Knöchel zu legen und nicht mit den Fingerspitzen zu arbeiten - dabei langsam im Kreis nach und nach weiterziehen.


Dann wird er behutsam aufs mehlbestäubtes Strudeltuch gelegt und vorsichtig von allen Seiten weiter ausgezogenn - immer von den Rändern beginnend. Funktioniert ganz gut, wenn man ihn an einer Ecke "festmacht" und von dort weiter zieht.

Wenn der Teig so dünn ist, dass man einen Liebesbrief hindurch lesen könnte (Zitat meiner Mutter), ist er perfekt. Die dickeren Randstücke werden abgerissen oder weggeschnitten (daraus lässt sich später ein weiterer kleinerer Strudelteig ziehen). Ich find's gerissen authentischer.
Dann wird der Teig mit etwas warmer Butter bestrichen, damit er später nicht zusammenklebt - vor allem am Rand.
Jetzt darf man das Backrohr schon vorheizen - etwa 180 - 200 Grad.
Der Strudel ist fast fertig - jetzt geht's ans Eingemachte:
die Butterbrösel gleichmäßig in der Mitte verteilen, Apfelmischung darüber und dann die Ecken einschlagen - wenige Centimeter breit - das Ende wo er gerollt wird etwas mehr. Dann die Ecken nochmals mit Butter betreichen. 

Und jetzt: rollen! Mit Hilfe des Tuchs - funktioniert einwandfrei - dazu gibt's hier das Video:





Ab damit auf's Backblech, mit etwas Butter bestreichen und für etwa 40 Minuten im Rohr lassen.




Als Belohnung für die Mühen gibt's das abolute Geschmacks-Highlight! 

Tipp: die Randstücke eignen sich hervorragend um einen kleineren Strudel zu basteln, der etwa mit Käse oder Gemüse gefüllt wird, und sich zum Beispiel als Suppeneinlage eignet. 
Und: den darf man dann auch für 5 Minuten im Wasserbad kochen - es muss also nicht immer das Backrohr sein.

Orientalische Kaltschale

1000 und eine Nacht.


Zugegeben, den Granatapfel wird es in Österreich wohl nie 'in Saison' geben - trotz Klimawandels - aber es wär zu schade ihn nicht zu verwenden. 
Im alten Ägypten war ein Symbol der Sinnlichkeit und Zugleich Verhütungsmittel - also die Kerne. In Istanbul fand ich ihn an Straßenständen als Saft in frisch gepresster Form vor. Köstlich. Hier und jetzt gibt es ihn als Tüpfelchen am "i" zum Dessert.

Die orientalische Creme bedarf wenig Aufwand, bringt aber umso mehr Geschmack. 
Für vier Portionen ein Packerl Schlagobers steif schlagen und mit einem Becher dickem Joghurt (zB. griechischem Joghurt verrühren) und da dann Sonnentor-Blüten reinmischen und einen Hauch Kardamom, Muskatnus, ein bissi mehr vom Zimt und gemahlene Zimtnelken. 

Und einen Schuss gepressten Granatapfelsaft. In Schälchen füllen und mit Blüten und Granatapfelkernen toppen. Weihnachten und so.

Östr-ische Zwiebelsuppe

Da waren zu viele Zwieberl in meinem Gemüsekasterl...


Also auf geht's - und das ganz gschwind: 
Einige Zwiebel häuten, halbieren und in feine, aber nicht zu feine Halbringe schneiden. Mit viel Butter glasig dünsten un mit Gemüsesuppe und einem Schuss vom guten Weißwein aufgießen. Pfeffer, Salz und viel frische Petersilie dazu. Fertig.
Achja - für's Käsebrot eine schöne Schnitte Weißbrot mit reichlich Bergkäse belegen und Im Backrohr schmelzen und krusten lassen. Voilá. So einfach geht's und schmeckt köstlich. 

Zitronen-Rosmarin-Creme

...mit Nüssen und Trockenbeeren.

Mageren Topfen mit ein paar Tropfen Zitronenöl, frisch geriebener unbehandelter Bio-Zitronenschale und einem Schuss frisch gepressten Zitronensaft vermengen.
Rosmarin-Blätter fein schneiden und darunter mischen.Verschiedene Nüsse und getrocknetes Berrenobst ganz nach Belieben einstreuen. Honig je nach Süßegeschmack beimengen.

Ein mediterranes Geschmackserlebnis.

Blattspinat-Schafkäse-Lasagne

Der bekannte Klassiker im "neuen Kleid".


Für eine leichte Béchamel-Sauce die gleiche Menge Butter und Mehl in einer Pfanne anschwitzen lassen und zu halben Teilen mit Milch und Gemüsesuppe aufgießen. Ein gutes Viertelstunderl schwach köcheln lassen und dabei fleißig rühren. Mit Muskatnuss und weißem Pfeffer abschmecken.


Blattspinat mit Knoblauch andünsten und etwas auskühlen lassen. Schafkäse zerdrücken und in kleinen Stückchen beigeben – nach Belieben geröstete Pinienkerne einstreuen.

Eine Auflaufform abwechselnd mit Lasagneblättern, Spinat-Schafkäse und Béchamel-Sauce in Schichten befüllen.

Zum Schluss mit geriebenem Käse bestreuen und ein halbe Stunde ins Rohr. Buon appetito!

Klassische Gnocchi mit Paradeispesto

Bella Italia.Da ich mich hier gerade - und noch länger aufhalte - wird's Zeit Gnocchi & Pasta selbst zu machen.


Mit Gnocchi hat das bisher immer gut funktioniert denn: E' molto semplice da preparare!
Ich hab gleich eine größere Menge Gnocchi gemacht, da sie sich auch hervorragend zum Einfrieren eignen und dann auch in der Pfanne angebraten (zum Beispiel mit Roten Rüben) köstlich schmecken - das Rezept folgt. Und auch mit Kürbis und Salbeibutter - in etwas abgewandelter Form - sind sie herrlich. Auch dazu demnächst mehr.

Wichtig ist jedenfalls nur das Verhältnis:
5 Teile Kartoffel
2 Teile Mehl
1/2 Teil Grieß.

Kartoffel (Püreekartoffel) kochen und auskühlen lassen, durch eine Kartoffelpresse drücken und mit dem Mehl vermengen. Salz, ein wenig Muskatnuss und je nach Menge 1-2 Eidotter untermischen.
Das sollte jetzt eine schöne knetförmige, nicht klebrige, Masse sein. 
Wenn dem so ist: perfetto! 
Wenn nicht, dann einfach noch ein bisschen Grieß oder Mehl dazu mischen.
Etwas Mehl auf die Arbeitsfläche stauben (damit die Gnocchi nicht "picken") und darauf daumendicke Rollen formen. Die dann in etwa 1 cm dicke Stücke schneiden. 
Wer die Gnocchi größer mag, darf's natürlich auch größer schneiden. 
Mit dem Gabelrücken eindrücken - weil's einfach schöner ausschaut (muss aber nicht sein).
Salzwasser aufsetzen und zum Kochen kochen bringen. Gnocchis rein und warten bis sie aufsteigen - das dauert nur ein paar Minuten. 

Und jetzt zum Pesto: Da werden zuerst klein geschnittene, getrocknete Tomaten, ein paar gehackte schwarze Oliven, ebenso gehackte Kapern, ein bisschen Paradeispaste, getrockneter Oregano, eine Prise Salz, gehackter Knoblauch, und feine Zwiebelringe in reichlich Olivenöl angeschwitzt. Dann kommen gewürfelte frische Paradeiser rein (am besten Ochsenherz) und beste passierte Paradeiser. 
Und dann wird's eingeköchelt. Das darf schon ein Zeiterl vor sich hinköcheln, bis es schön eingedickt und trotzdem sämig ist. Am Schluss frisches Basilikum drüberstreuen.
Amore! Aus dem Piemont nach Wien und zurück!

Knackiger Herbstsalat mit Schafkäseflöckchen

Manche mögen's ... bunt!


Nicht nur draußen bietet mir der Herbst ein fröhliches Farbenspiel, sondern auch am Teller.

Da wurden Karotten gehobelt, Gurken geraspelt, Paprika gestreift, Fenchel geschnitten, Feldsalat geschnippelt, grüne Oliven mit Ruccola-Keimlingen vereint.
Als Dressing ein bisschen Olivenöl (bitte nur das beste), Zitronenöl, Zitronensaft, Agavensirup (Honig tut's auch) und ein Spritz reduzierter Balsamico drunter gemischt - gemeinsam mit frischem Basilikum, Minze und ein bisserl Salz.
Und dann wird der Schafkäse drübergeflockt. Draußen wie drinnen einfach schön.


Pasta mit Egerlingen, Haselnüssen und Ruccola

Nomen est omen.

Egerlinge - so spektakulär oder verwechslungsreich ("n")  sie auch klingen, sind nichts weiter als braune Champignons.


Also eine aufgepeppte Champignonpasta, könnte man sagen. Ja, aber im Unterschied zu Ihren weißen Schwestern und Brüdern schmecken die Egerlinge intensiver und etwas nussiger. Also schneiden wir die Pilze in feine Scheiben, dünsten sie in Butter und werfen ein paar geriebene Haselnüsse dazu. Hitze runter, ein bisschen Salz, ein bisschen schwarzer Pfeffer, ein Schuss Obers und im Mörser zerstoßener roter Pfeffer dazu. Zitronenschale drüberreiben und den Ruccola in feine Stückchen reißen und darüber streuen.
Am besten mit Tagliatelle, da sie die Sauce schön aufnehmen. Wer mag hobelt noch ein bisschen Parmesan drüber - aber bitte den guten. Nobel.


Eiernockerl


Mit Lauch geht's auch!



Dinkelmehl, Wasser und Freilandei zu einem breiigen Teig kneten.
Nockerl ausstechen und ins siedende Salzwasser fallen lassen. Wenn alle Nockerl aufgestiegen sind, kalt abseihen.
In einer Pfanne Lauchringerl in Butter andünsten, abgekühlte Eiernockerl rein, frische Eier aufschlagen und kurz anbraten.

Salz. Pfeffer. Ein Gedicht.


Gedämpfter Baby-Blattspinat

... mit dem gewissen "Asia-touch".


In Asien wird sehr gerne Pack Choi in der Küche verwendet - den liebe ich und wollt ich haben, hat's aber Markt nicht gegeben, also hab ich's mit Spinat probiert - und siehe da: funktioniert prächtig!

Babyblattspinat waschen und trocken tupfen.
Ein paar Knoblauchzehen hacken, etwas Ingwer reiben und beides mit Erdnussöl scharf anbraten. Hitze reduzieren, Blattspinat dazu und einen Schuss Sojasauce drüber. 

Wem die Kohlehydrate fehlen, der dämpft dazu ein bisschen Basmatireis und schlägt dann in der Pfanne ein Ei drüber. Leicht, gesund und köstlich!



Carpaccio von der Roten Rübe mit Walnüssen & Krenspänen

Drei, die sich mögen.


Der erdig-süße Geschmack der Roten Rübe, die frische Schärfe des Krens und die herbe Note der Walnuss treffen sich und erfreuen sich aneinander.

Die Rote(n) Rübe(n) mit einer Prise Salz oder einem Schuss Essig weich bzw. bissfest kochen – das dauert. Man muss schon so ein gutes halbes Stunderl oder länger - je nach Rübengröße - rechnen.
Die Rübe auskühlen lassen, in feine Scheiben schneiden oder mit dem Gemüsehobel hobeln. Auf einem Teller anrichten und mit Walnussöl beträufeln. Ein Schuss süßer Balsamico, etwas Salz und frische Petersilie darüber streuen - ebenso gehackte Walnüsse.
Zum Schluss den Kren in feinen Spänen darüber streuen.
Mit lauwarmen Ciabatta oder Walnussbrot genießen.
Wer möchte kann auch weiße Trauben dazu reichen - die passen hervorragend, ebenso wie ein Glas Grüner Veltliner (der passt ja bekanntlich fast immer).

Tipp: Die Stängel und Blätter der Roten Rübe sind viel zu schade für die Biotonne sondern eignen sich hervorragend als Beilage, etwa zu Erdäpfel und sind ähnlich wie Blattspinat zuzubereiten. Die Stiele etwas kleiner würfeln und mit Knoblauch in Butter anbraten, dann mit einem Schuss Wein & etwas Gemüsesuppe ablöschen und die grob geschnittenen Rote Rüben Blätter mitdünsten.

Feigen-Mandel CousCcous mit einer Art Ratatouille

Frankreich trifft Nordafrika - in Katharinas Küche.


Couscous ist ein Grundnahrungsmittel der nordafrikanischen Küche. Er wird aus befeuchtetem und zu Kügelchen zerriebenem Grieß von Weizen (Hartweizengrieß), Gerste oder Hirse hergestellt. Couscous wird nicht gekocht, sondern über kochendem Wasser oder einem kochenden Gericht gedämpft.
"Kocht sich" also unglaublich schnell, ist gesund und schmeckt köstlich. Kalt oder warm.

Zuerst kümmern wir uns aber um das Ratatouille:
Es handelt sich hierbei um ein geschmortes Gemüsegericht der provenzalischen Küche Südfrankreichs.

Ich röste dafür zuerst Zwiebel, Knoblauch, etwas frischen Rosmarin, Thymian und Oregano nicht zu heiß mit richtig gutem Olivenöl in einer beschichteten Pfanne. Dazu kommen auch noch ein paar klein gehackte Oliven & getrocknete Paradeiser.
Dann das restliche Gemüse:
klein geschnittene Melanzanie und Zucchini, Paprikaschoten & Paradeiser (diese am besten vorher enthäuten) und das schmort dann so vor sich hin - nicht zu lange und zu blubbernd, denn sonst knackt's nicht mehr. Dazwischen mit Salz und schwarzem Pfeffer und jeder Menge frischer Kräuter - die geben nämlich genau jenen mediterranen Kick, den wir für's Ratatouille brauchen - abschmecken.

Jetzt aber zu einer der köstlichsten Nebendinge der Welt: Couscous.
Diesen laut Packung dämpfen und mit etwas Olivenöl oder Butter quellen lassen. Dann mit der Gabel aufklockern und klein gehackte Datteln oder Rosinen und Mandelsplitter untermischen.

Ratatouille dazu. Voilá!

Tipp: sollte Coucous übrig bleiben - der schmeckt auch gut im (Schaf-)Joghurt mit etwas Honig oder Kokosflocken.

Gepfeffertes Vanilleeis mit Kürbiskernöl

Kürbsikernöl und Pfeffer zum Eis? Definitiv.


Denn die drei verstehen sich bestens!
How to do it? 
Dazu gibt's nicht viel zu schreiben ...
Ein Vanilleeiskugerl, darüber Kürbiskernöl (eines mit Kernen aus Österreich, bitte!) ein bisserl schwarzer Pfeffer obendrauf und ein paar Erdbeeren (die wachsen auch noch im August in der Steiermark - wenn man dem Marktstandler Glauben schenken darf) dazu. 
Unbedingt ausprobieren!

Das Eis ist übrigens vom Eis-Greissler und mehr als einen Tipp wert!

Gefüllte Baby-Kürbisse

Passend zur Mars-Landung.


...sehen diese kleinen Ufo-Kürbisse nicht nur unglaublich hübsch aus, sondern schmecken herrlich knackig als leichte, erfrischende Sommer(vor)speise.

Dazu einfach Babykürbisse pflücken (oder am Markt kaufen), aushöhlen und das Fruchtfleisch mit Ziegenkäse, frischen Gartenkräutern (etwa Rosmarin, Basilikum, Thymian, Oregano) und etwas Salz vermengen. Ein bisserl durchziehen lassen und die Kürbisbaucherln damit füllen.
Schmeckt hervorragend mit knusprigem Gewürzbrot und harmoniert auch fantastisch mit einem leichten Blattsalat.

Erdbeer-Topfen-Creme

...aus den wahrscheinlich allerletzten Erdbeeren (in diesem Fall aus der Steiermark) der heurigen Saison.

Funktioniert natürlich auch mit Himbeeren, Ribiseln, Heidelbeeren...
Und geht so "easy, easy":

Topfen mit etwas Zitronenöl, ein bisserl Honig und braunem Zucker mit dem Schneebesen aufschlagen. Erdbeeren drauf.

Und schon genussbereit!

Marillen-Mozarella-Tartar mit Basilikumpesto

Trallala! Marillentartar! 

Was für eine Kombination.


Ein paar saftig süße Marillen in kleinste Stückchen schneiden. Ebenso in gleichen Teilen Mozarella die Buffala. Eine Prise Salz, ein winzig bisschen Honig dazu und durchziehen lassen.
Für's Pesto: 
vieeeeel frisches Basilikum mit dem besten Olivenöl, Pinienkernen und reichlich Parmesan (alles in etwa zu gleichen Teilen) im Blender pürieren. Wenn's zu flüssig oder fest ist, je nachdem - Pinienkerne oder noch etwas Öl dazugeben. Mit Salz abschmecken und mit dem Tartar servieren.
Schmeckt süß, fruchtig, erfrischend - eignet sich hervorragend als Vorspeise zum Apperitivo oder als leichter Mittagslunch und ist in wenigen Minuten zubereitet. Auf die Marille!

Wiesenkräutersalat

Die Sommerwiesen blühen – Zeit auf Ernte zu gehen!


Kräuter und Blumen die auf unseren Wiesen stehen - und auch das so genannte „Unkraut“ - sieht meist nicht nur hübsch aus, sie sind auch überwiegend essbar.

Meine Ausbeute am Wochenende:

Breitwegerich und Spitzwegerich, Gänseblümchen, Löwenzahn, Wiesenklee und dessen Blüten,  Veilchen und Wegmalve.

Die schönen Kräuter und Blüten hab ich mit etwas frisch gepresstem Zitronensaft, einem Teelöfferl Staubzucker, einer Prise Meersalz und naturtrübem Apfelessig mariniert.

Almfeeling pur - mitten in der Stadt!

Ribiselschnitte mit Baiser

Gerade frisch geerntet - von der Terrasse direkt auf's Blech.


Die Unterlage bildet ein flaumiger Mürbteig - der geht so:
3 Hand voll Mehl mit 1 Hand Staubzucker, ebenso viel Butter (in kleinen Stückchen), einer Prise Salz und einem Ei zu einem schnellen Teig kneten. Eine halbes Stündchen in Folie eingewickelt im Kühlschrank rasten lassen. 
Das Hauberl ist der Baiser - der geht so:
In der Zwischenzeit drei Eiklar zu Schnee schlagen und etwas Staubzucker unterheben (einfach kosten wie süß man's mag). Dann vorsichtig die Ribisel einstreuen.
Den Mürbteig in einer beliebigen Form ausbreiten und ein Viertelstündchen bei mittlerer Hitze vorbacken - um Blasen zu vermeide am besten getrocknete Hülsenfrüchte (von Kichererbsen bis Käferbohnen ist alles "erlaubt") darüber streuen und mitbacken. Die dann natürlich entfernen und stattdessen den Ribiselschaum gleichmäßig am Teig verteilen. Eventuell vorher ein bisserl Ribiselmarmelade auf den Teig streichen. Nochmals ab damit ins Rohr bis der Eischaum Farbe annimmt. Abkühlen lassen und genießen. 

Süß-sauer macht lustig - und das Gläschen Portwein dazu.

Gemüse-Beilagen-Dreierlei

Gebackene Rote Rüben

Eigentlich zu gut um es "nur" als Beilage zu genießen...


Rote Rüben schälen und vierteln. Auf ein Stückchen Alufolie legen. Mit Olivenöl & süßem Balsamico beträufeln. Knoblauchzehen, frischen Thymian und Rosmarin darüberstreuen. Kleine Päckchen machen und ab damit ins Backrohr für ein knappes halbes Stunderl.
Geminzte Jungerbsen

Erbsen in Butter anschwitzen, reichlich gehackte Minze und etwas Salz beigeben.


Erdäpfel-Sellerie-Püree
Erdäpfel und Sellerie zu 
gleichen Teilen weich kochen. Abseihen, mit Milch aufgießen und pürieren. Mit weißem Pfeffer, Salz und Muskatnuss vollenden.


...ich mach die drei zu meiner Hauptspeise!

Katharina's Delight

Einfach himmlisch.


Butterkekse zerbröseln und in ein Glas geben. Schlagobers mit selbst gemachtem Vanillezucker* aufschlagen. Etwas Topfen vorsichtig unterheben und zwei, drei Löfferl von Mama's selbstgemachter Erdbeermarmelade. Die Creme dann vorsichtig auf den Butterkeksbröseln drapieren. Ein paar Erdbeerstückchen darauf garnieren. So leicht und luftig im Mund wie ein Wölkchen am Himmel.


Selbst gemachter Vanillezucker*: Vanilleschote auskratzen und mit Kristallzucker für ein paar Tage in einem geschlossenen Behälter durchziehen lassen.

Gebackene Hollunderblüten

Aus Großmutter's Kitchen.


Frische, ungespritze Hollunderblüten im Garten oder Wald des Vertrauens sammeln. Vorsichtig waschen und trocknen lassen. Einen breiigen Teig aus (Dinkel-)Mehl und warmer Milch zubereiten. Mit Eiern und einer Brise Salz verquirrlen.
Ein halbes Stunderl rasten lassen.
In einer Pfanne Rapsöl heiß werden lassen. Die Hollerblüten in die Teigmischung eintauschen und im Fett herausbacken.
Dazu Beerenröster reichen - etwa gewärmte Heidelbeeren.

Walnussbrot mit frischem Schnittlauch


Kindheitserinnerungen.


Das Wallnuss-Sauerteig-Brot von Joseph und die Heumilchbutter sind gut gekauft bei PÖHL'S am Kutschkermarkt.

Der Schnittlauch selbst gezüchtet - auf meiner Terrasse.
Die Kombination phänomenal.

Karotten-Fenchel-Süppchen mit Dille

Für Prinzessinen und Prinzen. Und mich.




Eine Hand voll Kirschparadeiser im Gemüsefonds blanchieren, dann enthäuten. Wieder zurück in den Topf gemeinsam mit den Ringerln einer Frühlingszwiebel, ein paar klein gehackten Karotten sowie einem in feine Streifen geschnittenen Fenchel. Schwach köcheln lassen. Mit Fenchelgrün und reichlich Dille abschmecken.
Federleicht und anmutig im Geschmack.

Ruccola-Kirschparadeis-Salat mit lauwarmer Pasta und Ziegenkäseflöckchen

Perfekt, wenn etwas von der gekochten Pasta vom Vortag übrig geblieben ist.





Ruccola waschen, in Stückchen zupfen und in eine Salatschüssel geben. Kirschparadeiser halbieren.
In einer Pfanne bei niedriger Temperatur die gekochte Pasta mit etwas Salz und frischem Rosmarin im bestem Olivenöl schwenken, Kirschparadeiser-Hälften kurz dazugeben und über dem Ruccola verteilen. Etwas Ziegenkäse fein drüberbröseln.
Da haben wir den Salat!

Schafmilchjoghurt mit Agavensirup, Walnüssen & Gewürzblüten

Schön. Schöner. Am schönsten.


Bio-Schafmilchjoghurt mit Agavensirup und Walnusskernen vermischen.
Mit einigen Gewürzblüten (selbstgetrocknet oder alternativ von Sonnentor) sieht's gleich noch schöner aus.



Maccharoni mit Bärlauch-Ziegenkäse Salsa



Bärlauch - ein schmackhafter Frühlingsbote. Selbst gepfückt schmeckt er am besten.



Maccharoni - die langen - bissfest kochen. Bärlauch bei sehr kleiner Flamme im gewärmten Olivenöl schwenken, Ziegenkäsebällchen vorsichtig untermischen und anschmelzen lassen. Ein bisserl gehackten Rosmarin und Pfeffer zugeben. Nach Belieben Pinienkerne einstreuen.
Frühlingserwachen!

Dampfgegarte Artischocke mit Balsamico-Vinaigrette

Slow Food im wahrsten Sinne des Wortes.


Die Artischocke ein halbes Stunderl im Dampfgarer oder Druckkochtopf schicken.

Reduzierten Balsamico, Honig, Pfeffer, Avocadoöl, Knoblauch, Salz & Pfeffer abschmecken.







Die Blätter der gegarten Artischocke kreisförmig Stück für Stück ablösen, in die Vinaigrette tauchen und genießen – so lange bis man das Herzstück erreicht hat:
"Oh, comment douce et tendre!"

Strozzapreti mit Lauch und Kräuterseitlingen

Nicht nur Priester lieben diese Pasta.


Der Name Strozzapreti - "Priesterwürger" - geht auf mehrere "urban legends" zurück: Eine besagt, dass den Priestern die Pasta so gut geschmeckt hat, dass sie beim hastigen Schlingen davon erstickt sind. Eine andere schließt die Hausfrau ("azdora") ein, die den Teig richtiggehend "drosseln" musste um die Pasta herzustellen. Diese harte Arbeit ließ sie sogar soweit gehen, dass sie fluchte "einen Priester erwürgen zu wollen". Eine weitere Geschichte geht davon aus, dass Frauen diese Pasta hauptsächlich produzierten, um damit der Kirche die Pacht zu zahlen - die Ehemänner waren dermaßen erbost darüber, dass die Priester genüsslich "ihr" Essen verspeisten, dass sie ihnen wünschten sie würden an der Pasta ersticken.



Wie auch immer - die Pasta eignet sich hervorragend für folgende Kombination:
eine kleine Lauchstange in grobe Streifen schneiden und mit einer Knoblauchzehe in reichlich Butter dünsten. Die Kräuterseitlinge beigeben und kurz anbraten. Mit Zitrone und einem Schuss Worcestershiresauce, sowie Salz, Pfeffer und reichlich Rosmarin abschmecken und mit den Strozzapreti in Olivenöl schwenken. Celeste!