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Superschneller Zwetschgen-Crumble

Streuselkuchen einfach genial. Genial einfach.


Da gibt's einen Familiengarten. Da gibt's viel Obst & Gemüse und jetzt ist Erntezeit.
Da gibt's viele liebe Freunde, die mich gern besuchen, oft auch ganz spontan.
Und dann gibt's Crumble. Der geht superschnell und gelingt immer, mit jeder nur erdenklichen Sorte Obst. Nicht nur aus dem Garten.

Der Crumble kommt ursprünglich aus Großbritannien, bei uns heißt er Streuselkuchen und wird meistens mit Hefeteig-Untergrund gebacken. Das braucht aber viel Zeit und Hefe - wer hat die schon zu Hause - ist also nichts für spontane Besuche. 





Also dann zum superschnellen Crumble:

Ein Teil feiner Zucker (sagen wir etwa ein Kaffeehäferl voll) mit dem selben Teil Butter in einem Topf auf kleiner Flamme langsam zum Schmelzen bringen. Zwei Teile Mehl mit zwei, drei Eidottern (je nach Eigröße) mit dem Mixer verrühren. Die geschmolzene Butter-Zucker-Mischung unterrühren, bis Krümel entstehen. Eine Backform mit Butter ausfetten und die Form mit etwa 2/3 von der Krümelmasse bis zum Rand auslegen. Eine Schicht Früchte drauf, eng nebeneinander gekuschelt, und die restlichen Krümel oben drauf. Ab damit ins Rohr für ein Dreiviertelstunderl bei 180 Grad.

Am besten gleich warm servieren. Zu Zwetschgen passt eine Zimt-Zucker-Mischung, ebenso zum Apfelcrumble. Zu Beeren passt Minze und Vanilleeis geht sowieso immer - speziell, wenn der Crumble noch warm ist.
Und alle sind glücklich.

PS: ZwetschGe oder ZwetschKe - da scheiden sich die Geister - ich schreib's wie ich's aussprech'.


Heidelbeer-Muffins mit Zitronen-Minz-Crème fraîche

Der Klassiker im „Brautkleid“.


Heidelbeermuffins sind köstlich und ganz schnell g'macht:

Dazu ein viertel Packerl Dinkelmehl - das sind so etwa fünf Hände voll - mit zwei Teelöfferl Backpulver, einem Teelöfferl Natron und etwa zwei Händen voll Rohrzucker in einer großen Schüssel vermischen. Drei, vier Eier und ein halbes Packerl weiche Butter mit etwa einem Achterl Milch und einem Schuss Zitronenöl oder Zitronensaft zur Mehlmasse mischen. Dann alles gemeinsam mit dem Mixer schön seidig verrühren. Den Backofen auf oberer Stufe Heißluft vorheizen und Papierförmchen in einer Muffin-Backform verteilen.

Den Teig in die vorbereiten Muffin-Förmchen füllen, aber zuerst nur halbvoll - und einige Heidelbeeren einstreuen. Dann die Form etwa zu drei Viertel mit Teig auffüllen und eventuell noch zwei, drei Beeren oben drauf geben. Für ein wirklich gutes Viertelstunderl ab damit ins Rohr – fertig sind die Sweeties, wenn sie goldbraun werden.

Einstweilen die Crème fraîche mit ein bisserl Staubzucker mit einem Schneebesen aufschlagen und etwas Zitronenöl, frisch geriebene Zitronenschale und sehr fein gehackte frische Minze darunter mischen. In kleine Förmchen füllen und die noch warmen Muffins reinsetzen.

Ein flaumig-fruchtiges Nascherlebnis!

Mangold-Vollkorndinkel-Quiche


Mangold und Mürbteig. Sind ein klasse Team.


Zugegeben, beim Mürbteig kann's auch mal schief gehen, aber der hier wird bestimmt was, ob mit Vollkornmehl, oder dem ganz Normalem. Der Teig hat Biss und bleibt trotzdem zart und kann auch mit Süßem gefüllt werden (dann dem Teig eventuell ein bisserl Staubzucker beimischen). 



Hier also das Basisrezept: 
Eine mittelgroße Quiche-Form mit Butter gut einschmieren.Ein Viertel Packerl Butter - zimmerwarm muss es sein - in kleine Stückchen schneiden. Zwei gute Hand voll Mehl (so etwa ein Fünftel vom Kilo-Packerl) mit den Butter-Stückerln in einer Schüssel zu einer krümeligen Masse verarbeiten, dann etwa drei Esslöffel Wasser und eine Mini-Prise Salz zufügen und zu einem weichen Teig verkneten. Wenn er zu fest ist ein bissi mehr Wasser dazugeben, ist er gatschig, dann noch eine Spur Mehr dazu (Vollkornmehl braucht immer ein bisserl mehr Wasser). Den Teig dann zu einer Kugel formen und ein bissi einmehlen. Jetzt muss er ruhen - so ein gutes halbes Stunderl am besten in einer Schüssel. Zugedeckt. Nur nicht stören. 
Danach wird er geweckt und damit die Quiche-Form ausgelegt. Den Boden mit der Gabel einstechen und den Boden mit getrockneten Bohnen belegen - den Bohnen macht das nichts und der Teig schlägt so keine Blasen. Für ein kurzes Viertelstunderl ins Rohr - zum Vorbacken. 
In der Zeit kann man sich gut um den Mangold kümmern. So ungefähr ein Kilo Mangold in Streifen schneiden. Ein paar gehackte Knoblauchzehen (je nachdem, wie sehr man den Vampiren zugetan ist) und eine Hand voll Pinienkerne in Olivenöl anbraten. Den Mangold und eine Prise Salz dazugeben und kurz dünsten, sollte der Mangold viel Wasser abgeben, dann dieses abseihen. Vom Herd nehmen und mit drei Esslöfferl Ricotta (braucht man aber nicht zwingend) und ebenso viel Sauerrahm (wenn man den Ricotta weglässt, dann einfach die doppelte Menge Sauerrahm), einem kleinen Päckchen Schafskäse und einer guten Hand voll geriebenen Parmesan vermischen. Zum Schluss ein Ei drunterrühren. Achja, und eventuell ein bisserl Salz und Pfeffer. Jetzt müsste der Teig schon sein Viertelstunderl im Rohr verweilt haben. Bohnen weg, Mangold-Käse-Füllung drauf und nochmals eine gute halbe Stunde ab damit ins Rohr. 
Und während die Quiche im Ofen vor sich hinbäckt kann man's kaum erwarten, bis sie endlich fertig ist, aber Achtung: Zungen-Brand-Gefahr. Geduld. Macht sich bezahlt. Nicht nur bei der Quiche.

Ribiselschnitte mit Baiser

Gerade frisch geerntet - von der Terrasse direkt auf's Blech.


Die Unterlage bildet ein flaumiger Mürbteig - der geht so:
3 Hand voll Mehl mit 1 Hand Staubzucker, ebenso viel Butter (in kleinen Stückchen), einer Prise Salz und einem Ei zu einem schnellen Teig kneten. Eine halbes Stündchen in Folie eingewickelt im Kühlschrank rasten lassen. 
Das Hauberl ist der Baiser - der geht so:
In der Zwischenzeit drei Eiklar zu Schnee schlagen und etwas Staubzucker unterheben (einfach kosten wie süß man's mag). Dann vorsichtig die Ribisel einstreuen.
Den Mürbteig in einer beliebigen Form ausbreiten und ein Viertelstündchen bei mittlerer Hitze vorbacken - um Blasen zu vermeide am besten getrocknete Hülsenfrüchte (von Kichererbsen bis Käferbohnen ist alles "erlaubt") darüber streuen und mitbacken. Die dann natürlich entfernen und stattdessen den Ribiselschaum gleichmäßig am Teig verteilen. Eventuell vorher ein bisserl Ribiselmarmelade auf den Teig streichen. Nochmals ab damit ins Rohr bis der Eischaum Farbe annimmt. Abkühlen lassen und genießen. 

Süß-sauer macht lustig - und das Gläschen Portwein dazu.