Spaghetti mit Käse und Pfeffer. Weniger ist manchmal mehr.
Bei Spaghetti "cacio e pepe" handelt's sich um ein Gericht aus dem alten Rom - bereits Artusi hat sie in das älteste Werk über die italienische Küche mit aufgenommen.
Ursprünglich war's ein "arme Leute" Essen, heute ist es in den Speisekarten Roms nur noch selten anzutreffen, oft nur auf Nachfrage zu haben, manchmal jedoch in neuen Kreationen (etwa Pizza cacio e pepe) zu finden. Simpel in der Zubereitung und großartig im Geschmack, ist diese Pasta-Version eindeutig unterschätzt.
Die wichtigste Zutat ist der Schafmilchkäse Pecorino Romano DOP. Er hat eine lange Tradition, ist aromatisch und sehr würzig im Geschmack und von der Optik dem Parmigiano reggiano nicht unähnlich. Umso länger gereift, umso ausgeprägter pikant und salzig schmeckt er.
Sollte Pecorino romano nicht aufzutreiben sein, dann darf's auch ein anderer Pecorino sein, aber lang gereift sollte er schon sein.
Und so geht's dann auch weiter: immer wieder abwechselnd Pecorino - und davon nicht zu wenig - und etwas Nudelwasser beifügen und wie Risotto fleißig rühren, solange, bis die Pasta al dente ist, umrundet von einer cremigen Konsistenz. Dann den grob gehackten schwarzen Pfeffer drüber streuen.
Pasta! Basta!